Projekt

„Self-defenceIT – Migrantinnen wehren sich gegen Gewalt in Neuen Medien“

Das Aktionsforschungsprojekt widmet sich den sozialen und technischen Bedürfnissen von Migrantinnen bei der Nutzung digitaler Medienangebote.
Durch die Förderung eines selbstbewussten Zugangs und Umgangs mit modernen Medientechnologien, wie beispielsweise Handys, Computerspielen, Internetangeboten etc. sollen Mütter und in der Bildungs- und Betreuungsarbeit tätige Migrantinnen bei der Begleitung von Kindern und Jugendlichen unterstützt werden.

 

Der Aufbau des Projekts:

Self-defenceIT – die Erhebung des Status quo von sozialen sowie technischen Bedürfnissen von und durch Migrantinnen.
Dem Ansatz der Aktionsforschung folgend, werden in vier Ländern Gruppeninterviews mit Müttern und Jugendlichen mit migrantischem Hintergrund durchgeführt. Die Kernthemen der Erhebung sind die technischen sowie sozialen Bedürfnisse im Hinblick  auf den Umgang mit digitalen Medienangeboten.
In einem weiteren Erhebungsschritt, im Zuge der Beratungsarbeit, werden die Ergebnisse dieser ersten Analyse ergänzt und fließen in die Entwicklung der Maßnahmen ein.

 

Self-defenceIT – die Entwicklung von Beratungs- und Workshopangeboten entsprechend den  nationalen Rahmenbedingungen und Bedürfnissen.
Unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Bedingungen und der Situation von Migrant_innen werden, entsprechend den Ergebnissen der Erhebung, Beratungs- und Workshopangebote entwickelt. Diese Angebote sollen Migrantinnen bei der Begleitung von Kindern und Jugendlichen im Umgang mit digitalen Medien unterstützen.

 

Self-defenceIT – künstlerische Interventionen als Teil des pädagogischen Konzepts
Der Ansatz der Pädagogik der Befreiung nach Paulo Freire zieht sich als Konstante durch das gesamte Projekt. Ein zentrales Element dieser Pädagogik ist die Einbeziehung der Lebensrealität und Erfahrung der Lernenden in den Unterricht. Augusto Boals Forumtheater geht ebenfalls auf Paulo Freires Ansätze zurück. Der Einsatz des Forumtheaters im Rahmen der Workshops soll über szenisches Verstehen den Erkenntnisgewinn vergrößern. Mit der Entwicklung von Phantasie und Kreativität wächst auch der Mut, sich in realen Situationen anders zu verhalten.
Über die Entwicklung eines Mobile Videos von Migrantinnen in Zusammenarbeit mit Künstlerinnen sollen zusätzlich Berührungsängste abgebaut werden.

 

Self-defenceIT – Bewusstseinsbildung durch nationale wie internationale Verbreitung der Erkenntnisse.
Regelmäßige Pressearbeit zur Förderung medialer Präsenz, Teilnahme an   Diskussionsveranstaltungen sowie die Organisation von öffentlichen Gesprächsrunden und Konferenzen auf nationaler sowie internationaler Ebene unterstützen die Verbreitung der Inhalte und Ergebnisse des Projekts. Als weitere Informationsquelle ist die Homepage zu nennen, auf der Sie sich gerade befinden.

 

Self-defenceIT – Multiplikator_innenarbeit durch lokalen und über-regionalen Wissens-Austausch. Lokale Partnerschaften.
Lokale Partnerschaften und Netzwerkarbeit fördern die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Herausforderungen und verstärken die Verankerung  im öffentlichen Diskurs.
Die lokalen Partnerorganisationen sind:

in Österreich:
- servus.at – kunst und kultur im netz
- PANGEA – interkulturelle Medienwerkstatt
- Radio FRO – das freie Linzer Stadtradio auf 105,0 MHz
- KiJA – Kinder- und Jugendanwaltschaft OÖ
- Linzer Frauenbüro
- Institut für Frauen- und Geschlechterforschung der Johannes Kepler Universität Linz

in Spanien:
- Kulturverein „La Escalera Karakola“
- Departamento de Sociologia I (Cambio Social)
Facultad de Ciencias Politicas y Sociologia, Universidad Complutense de Madrid
- Centro Hinspano Centroamericano (CEPI centroamericano)

in Griechenland:
- Kasapi, Verband Philippinischer Migrant_innen in Griechenland
- United African Women Organization

in Deutschland:
- Büro für Migration und Integration der Stadt Freiburg

 

Internationale Partnerschaften und lokale Netzwerke schaffen Perspektiven für Forschung, Bildung und Beratung